Parodontalerkrankungen:
Ursache für Zahnverlust und Volkskrankheit

Bild: Stock Foto

Karies, Parodontose oder Parodontitis sind Wörter, die vielen Patienten beim Zahnarzt begegnen. Kaum jemand weiß so genau, was sich genau dahinter verbirgt. Dabei sind sie die Ursache dafür, dass selbst gesunde Zähne erkranken. Dabei kann gerade der Patient sehr viel tun, um diese Erkrankungen zu vermeiden. Parodontitis ist neben Karies die häufigste Erkrankung im Zahnbereich. Beides ist keine Erkrankung der Zähne, sondern des Zahnfleisches mit weit reichenden Folgen. Die ersten Anzeichen der schleichenden Erkrankung ist meistens das Zahnfleischbluten. Doch von Anfang an. Klären wir zunächst die Begriffe:

Karies entsteht durch zu viele Bakterien. Der Grund für die übermäßige Bakterienbesiedelung ist eine mangelhafte Mundhygiene und eine falsche Ernährung mit zu viel Zucker und Kohlenhydraten. Dadurch bilden sich Zahnbeläge, gefolgt von Plaque und Zahnstein. Die harten Beläge verhindern, dass die Bakterien beim normalen Zähne putzen vernichtet werden. Sie machen es sich unter den Belägen bequem und vermehren sich. Von Süßigkeiten können sich die kleinen Widerlinge besonders gut ernähren und regen sie zur weiteren Produktion von Schadstoffen an. Die entstehenden Säuren greifen Zähne und Zahnfleisch an. Durch Zähneknirschen, falsche Zahnstellungen wie Überbiss, schlecht sitzende Kronen, kaputte Füllungen u.ä. bieten den Schädlingen weitere Schlupflöcher, durch die sie ihre Angriffe starten können.

Parodontitis ist eine Steigerung der durch Karies hervorgerufenen Gingivitis, der Zahnfleischentzündung (von Gingiva – das Zahnfleisch), wenn nämlich die Entzündung des Zahnfleisches auf das Zahnbett übergreift. Damit handelt es sich um eine ernstzunehmende Erkrankung des Zahnhalteapparats, die letztlich Ursache für Zahnverluste sein kann. Der Zahnhalteapparat besteht aus den Kieferknochen, den Zahnhaltefasern zwischen Knochen und Zahnwurzel und dem Zahnfleisch. Logisch, dass Erkrankungen des Zahnfleisches auch auf die anderen Teile des Halteapparats übergreifen, wenn nichts unternommen wird. Die Wissenschaft, die sich mit diesem Apparat befasst nennt man übrigens Parodontologie, die Lehre von der Zahnumgebung. Geht das Zahnfleisch ohne erkennbare Anzeichen einer Entzündung zurück, nennt man das Parodontosis. Manche Erkrankungen wie Diabetes, Magen- und Leberleiden oder das Rauchen begünstigen Parodontalerkrankungen.

Gemeinschaftsprojekt

Bei Parodontalerkrankungen ist die Zusammenarbeit von Zahnarzt und Patient enorm wichtig. Nur wenn Sie selbst Ihrer Mundhygiene höchste Aufmerksamkeit schenken, können wir eine solche Erkrankung vermeiden oder bekämpfen. Deshalb werde ich Ihnen die Diagnose genau erklären und eine entsprechende Behandlung vorschlagen. Die Behandlung von Parodontalerkrankungen ist je weiter die Krankheit fortgeschritten ist, desto langwieriger. Aber der Einsatz lohnt sich, denn wir können Ihnen durch eine konsequente und langfristige Behandlung negative Auswirkungen wie Zahnverlust und Operationen ersparen und Ihnen gesunde, schöne Zähne erhalten. Übrigens auch ein Kostenfaktor: Zahnersatz oder gar Implantate sind wesentlich teurer als eine Parodontosebehandlung und die professionelle Zahnreinigung.

Tipp: Hier finden Sie einen Test, der Ihnen sagt, ob bei Ihnen Gefahr angesagt ist, eine Erklärung der professionellen Zahnreinigung sowie zahlreiche Tipps zum Thema Mundhygiene.

 

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Zahnarztpraxis in Bochum
Dr. med. dent. Klinkenberg

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