Hilfe für Schnarcher vom Zahnarzt
Viele Menschen leisten nachts Schwerarbeit. Sie „sägen“ ganze Wälder zu Kleinholz. Doch was im Volksmund witzig dargestellt wird, ist zum einen häufig eine Qual für die Partner des Schnarchers, die mit ihm das Bett teilen, zum anderen kann es schwer wiegende Folgen für die Gesundheit haben. Lesen Sie hier, weshalb wir schnarchen und wie wir die lästige Angewohnheit bekämpfen können. Vorneweg: Wir halten nicht viel von belastenden Operationen, die meistens nicht den gewünschten Erfolg bringen, oder von Schnarcherschienen und -binden, die verhindern sollen, dass man nachts durch den Mund atmet. Wir setzen in unserer Praxis auf ein gezieltes Training zur Stärkung der Rachenmuskulatur. Die Erfolge geben uns Recht. Warum schnarchen nicht harmlos istBis zu 30 Prozent aller Erwachsenen schnarchen, mehr Männer als Frauen. Ältere Menschen schnarchen häufiger als junge. Laut Guinessbuch der Rekorde erreichen Spitzen-Schnarcher 87,5 Dezibel. Das ist lauter als ein Presslufthammer, der etwa 75 Dezibel erreicht. Doch Schnarchen ist weit mehr als ein störendes Geräusch. Es kann zu ernsthaften gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, allgemeine Erschöpfung, Schlafstörungen, Atmungs- und Herz-Kreislauf-Problemen. Zahlreiche Schnarcher bekommen nicht mehr ausreichend Luft. Die Atmung setzt immer wieder kurzzeitig aus. In diesem Fall spricht man von Schlafapnoe. Die Betroffenen müssen häufig mit Atemmasken schlafen.
Warum wir schnarchenWenn wir schlafen, sind einige der rund 20 Muskeln im Rachenraum entspannt, die im Wachzustand den Atemweg offen halten. Im Schlaf ist der Rachenraum also etwas enger als normalerweise. Sobald das Atmen durch die Nase durch eine Erkältung, eine Allergie oder andere Faktoren nicht möglich ist, atmet man durch den Mund. Liegt man auf dem Rücken, fällt möglicherweise der Unterkiefer nach unten, die Zunge rutscht etwas nach hinten und verengt den Rachenraum zusätzlich.Die Luft strömt dadurch mit einem höheren Druck und lässt das Gaumensegel vibrieren. Das ist der weiche Bereich oben am Gaumen, an dem das Zäpfchen hängt. Durch dieses Flattern entstehen die typischen Schnarchgeräusche. Mandeln oder Polypen, eine gekrümmte Nasenscheidewand oder ein schlaffes Gaumensegel begünstigen das Schnarchen. Auch die cranio-mandibuläre Dysfunktion (CMD), Fehlbisslagen im Kieferbereich, kann eine Schnarchursache sein. Was wir gegen das Schnarchen tun könnenAuf jeden Fall sollten Schnarcher auf Alkohol, Schlaf- und Beruhigungstabletten verzichten. Die Muskeln erschlaffen dadurch stärker als normal, auch im Rachenraum. In Seitenlage schlafen verhindert, dass der Unterkiefer weg klappt. Auch Gewichtsreduktion kann helfen, denn Fett lagert sich im Gewebe des Rachenraums an und verengt die Atemwege. Im Fernsehen wird Werbung für Nasenstrips und -pflaster gemacht. Bei Mandeln und Polypen empfehlen Ärzte eine Operation. Zahnärzte setzen häufig auf so genannte Protrusionsschienen, die allerdings Probleme mit der Kaumuskulatur und den Kiefergelenken verursachen können. In den letzten Jahren wird zunehmend eine Verkleinerung des Gaumensegels empfohlen, um sein Flattern und Vibrieren zu vermindern. Schlafmediziner halten diese Operationen jedoch nicht unbedingt für langfristig erfolgreich. Nur etwa 30 Prozent der Eingriffe erreichen ihren Zweck. Der Eingriff wird an Weichteilgewebe vorgenommen. Bei diesem Gewebetyp tut man sich mit Vorhersagen über Heilung und Narbenbildung schwer. Oft wird das Schnarchen zwar leiser oder verschwindet ganz, aber eine Operation am Gaumensegel birgt immer das Risiko, dass man danach nicht mehr richtig schlucken kann oder Schwierigkeiten beim Sprechen hat. Darüber hinaus ist die Operation kaum mehr rückgängig zu machen. Das Gaumensegel kann nicht einfach wieder vergrößert werden. Rachenmuskulatur-Training statt Gaumensegel-Operation und SchieneUnserer Ansicht nach lassen sich teure Operationen mit ungewissem Ergebnis und Schienen, die der Patient meistens selbst bezahlen muss, vermeiden, wenn der Betroffene seine Rachenmuskulatur regelmäßig trainiert. Dafür ist es notwendig, Rachenraum, Zähne und Kiefer genau zu untersuchen. Auf den Ergebnissen der Untersuchung aufbauend, schlagen wir unseren Patienten ein Training mit einem speziellen Gerät vor, bei dem wir sie begleiten. Schon nach kurzer Zeit zeigen sich Erfolge. Das Gerät erreicht eine Harmonisierung und Stärkung von Muskeln und Gewebe der Kopf-, Mund- und Nackenregion. Das Gewebe im Mund- und Rachenraum wird gestrafft, Fehlfunktionen werden abgebaut. Weitere Ziele sind die Entwicklung korrekter neurophysiologischer Bewegungsmuster und der Aufbau der natürlichen Zungenruhelage. Man lernt, mit geschlossenem Mund zu schlafen, durch die Nase zu atmen und so zu einem gesunden und ruhigen Schlaf ohne Hilfsmittel zu finden. Nicht nur für SchnarcherDas Gerät ist aus der Arbeit und Forschung der Muskelfunktionsspezialisten Dr. Klaus-Jürgen und Sabine Berndsen entstanden. Es hilft nicht nur Schnarchern und Apnoe-Patienten, sondern auch Menschen, an Ess-, Trink-, Atem- und Sprechstörungen sowie Schmerzen im Kopf- und Nackenbereich leiden. Sprechen Sie mit uns über diese neue Trainingsmethode. Wir zeigen Ihnen, wie sie Ihnen helfen kann und unterstützen Sie während der gesamten Behandlungsdauer. Genießen Sie einen ruhigen, entspannten Schlaf ohne Schienen, Binden, Pflaster und Strips.
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