Zahnarztstuhl blau
Sie sind hier: Startseite » Behandlungen » Zahnersatz

Zahnersatz - Brücken, Füllungen, Kronen

Beratung Senioren Zahnersatz 2
Zahnersatz

Ihre Möglichkeiten

Je nach Größe der zu versorgenden Lücke kann zwischen festsitzendem und herausnehmbarem Zahnersatz unterschieden werden. Festsitzenden Zahnersatz wird verwendet, wenn die Lücke nicht groß ist. Herausnehmbarer Zahnersatz wird eingesetzt, wenn viele Zähne verloren gegangen sind. Im Bereich des festsitzenden Zahnersatzes gibt es Kronen, die bei einer starken Zerstörung eines einzelnen Zahnes verwendet werden und Brücken, die bei kleinen bis mittelgroßen Lücken geeignet sind.

Der herausnehmbare Zahnersatz ist die Versorgung bei sehr großen Lücken, nur vereinzelten Restzähnen und zahnlosen Kiefern. In diesem Bereich gibt es die Klammerprothese oder Modellgussprothese, die Teleskopprothese und die Totalprothese.

Überblick Zahnersatz

Festsitzend Kronen, Brücken, Zahnimplantate
Herausnehmbar Teleskopprothese, Total- oder Vollprothese, Klammerprothese, Modellgussprothese
Kombiniert Klammerfreie Prothese, Hybridprothese

Kronen

Kronen
Kronen

Auch wenn Kronen zum Zahnersatz gehören: Streng genommen ersetzen sie keinen Zahn, sondern bauen einen noch fest verwurzelten, aber stark geschädigten Zahn wieder auf. Meistens ist das nach einer Karies der Fall, die den Zahn so weit angegriffen hat, dass eine Füllung nicht mehr möglich ist, oder wenn Teile des Zahnes durch einen Unfall verloren gegangen sind. Eine Krone ist wie eine Schutzkappe, die über den betroffenen Zahn gestülpt wird. Zuvor entfernt man die Karies, formt den Zahn und nimmt vom behandelten Zahn und vom Gegenkiefer Abdrücke, die dem Zahntechniker als Vorlage für die Anfertigung der Krone dienen. Da das in der Regel ein paar Tage dauert wird der Zahn mit einem Provisorium geschützt. Ist die Krone dann fertig, wird sie zunächst anprobiert und schließlich mit einem Spezialzement befestigt.

Brücken

Brücken
Brücken

Brücken zählen zum festsitzenden Zahnersatz und können einen oder mehrere Zähne ersetzen. Anders als eine Prothese kann man sie nicht herausnehmen. Eine Brücke besteht aus den Ankerkronen und dem Brückenkörper. Die Ankerkronen werden auf den vor und hinter einer Zahnlücke liegenden Zähnen, den sogenannten Pfeilerzähnen, verankert. Sie geben dem Brückenkörper, der aus einem oder mehreren Zwischengliedern bestehen kann. Wichtig ist, dass die Pfeilerzähne stabil im Kieferknochen verankert sind, da sie die Belastung der fehlenden Zähne mit übernehmen müssen. Brücken haben allerdings nicht nur den Vorteil, dass sie fest sitzen. Sie fügen sich sehr gut in den Kiefer ein und werden aufgrund ihrer grazilen Gestaltung nicht als Fremdkörper im Mund empfunden. Jede Brücke wird in Form und Farbe optimal den noch vorhandenen eigenen Zähnen angepasst, sowohl im Seiten- als auch im Frontzahnbereich. Je nach Position und den ästhetischen Ansprüchen des Patienten bestehen Brücken in der Regel aus einem Metallkern, der teilweise oder ganz mit Keramik bzw. Kunststoff verblendet ist.

Prothesen

Prothesen mit Miniimplantaten
Prothesen mit Miniimplantaten

Wenn ein Zahn oder mehrere Zähne fehlen, können Prothesen oder anders ausgedrückt herausnehmbarer Zahnersatz das Gebiss wiederherstellen. Fest zuzubeißen ist damit kein Problem mehr. Die Funktionalität wird hergestellt – und Patienten können wieder frei lächeln. Es gibt viele verschiedene Prothesen. Wenn ein Patient keine eigenen Zähne mehr zur Verankerung hat, braucht er eine Totalprothese. Damit kann die Kau- und Sprachfunktion wiederhergestellt werden und Lippen und Wangen, die durch Zahnverlust eingefallen sind, erhalten ihr ursprüngliches Aussehen zurück. Gehalten wird der Zahnersatz über eine Saugwirkung zwischen der Prothese und der Schleimhaut. Von der Herstellung bis zur Anpassung sind mehrere Termine notwendig. Auch nach der Anpassung muss weiter genau kontrolliert werden, ob die Prothese richtig sitzt. Denn die Mundschleimhaut und die Muskulatur müssen sich erst einmal an sie gewöhnen. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind dafür wichtig. Da sich der Körper in der Regel verändert, muss auch die Prothese nach einer gewissen Zeit den natürlichen Umbauvorgängen des Kiefers angepasst werden.

Teilprothesen kommen dann zum Einsatz, wenn so viele Zähne ersetzt werden müssen, dass eine festsitzende Brücke nicht mehr ausreicht. Diese werden so angefertigt, dass die künstlichen und die eigenen Zähne optisch und funktionell optimal aufeinander abgestimmt sind. Dazu zählen die Kunststoff-Klammerprothese und die Modellgussprothese.

Die Kunststoff-Klammerprothese dient meist als provisorische Übergangslösung,. Sie kommt zum Einsatz, nachdem ein Zahn gezogen werden musste und wird über handgebogene Klammern an den Zähnen gehalten. Sie wirkt wie ein Wundverband, der die Wunde in den ersten Stunden und Tagen schützt.

Mit der Modellgussprothese werden mehrere fehlende Zähne langfristig ersetzt. An den Zähnen gehalten wird diese Prothese über gegossene Klammern, die den Haltezahn umfassen. Der Kaudruck, der auf die Ersatzzähne einwirkt, wird dadurch auf die restlichen natürlichen Zähne optimal verteilt. Modellgussprothesen sind robust, kostengünstig und können falls notwendig durch weitere künstliche Zähne ergänzt werden. Der ästhetische Nachteil: die Klammern an den Haltzähnen können je nach Position im Kiefer sichtbar sein.

Die Teleskopprothese ist eine sehr komfortable Möglichkeit zur Verankerung einer herausnehmbaren Prothese. Dabei erhalten die tragenden Zähne eine auf den jeweiligen Zahn fest zementierte Innenkrone, das sogenannte Innenteleskop, die die Teilprothese sicher hält und zugleich den Zahn schützt. Diese Innenkronen sind nur sichtbar, wenn die Prothese herausgenommen wird. Eine Außenkrone ist mit der Prothese verbunden und sitzt passgenau darüber und verbindet sie so unsichtbar mit den überkronten Zähnen.

Um eine lange Lebensdauer der Prothese zu gewährleisten, ist es wichtig, diese gut zu reinigen und zu pflegen. Zahnärzte oder Prophylaxe sind daher unverzichtbar.

Füllungen

Keramikfüllungen
Keramikfüllungen

Bei Kindern taucht es häufiger auf, aber auch Erwachsenen kann es passieren: Ein Zahn ist von Karies befallen und braucht eine Füllung. Es gibt verschiedene Werkstoffe, mit denen sich ein Loch im Zahn oder die so genannte Kavität schließen lässt. Sie haben unterschiedliche Eigenschaften.

Amalgam ist nach wie vor das weltweit am häufigsten verwendete Füllungsmaterial. Als Metalllegierung ist es besonders robust, gut belastbar und auch für größere Zahndefekte geeignet. Problemlos hält es auch stärkeren Kaukräften im Backenzahnbereich stand und gilt deshalb als sehr langlebig. Ein weiteres Plus: Amalgam lässt sich einfach in den Zahn einbringen. Da einige Patienten die silbrige Farbe stört, wird Amalgam nur im Seitenzahnbereich verwendet. In den vergangenen Jahren ist immer wieder über mögliche Gesundheitsschäden durch Amalgam diskutiert worden. Richtig ist, dass bis heute in zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen keine gesundheitliche Schädigung durch Amalgam nachgewiesen wurde. Nicht angewendet werden darf Amalgam allerdings bei Milchzähnen und Kindern unter 15 Jahren, bei Schwangeren und Stillenden sowie bei Patienten mit schweren Nierenschädigungen (Niereninsuffizienz) und einer nachgewiesenen Allergie gegen Bestandteile des Füllungsmaterials.

Komposit ist ein langlebiges, zahnfarbenes Füllungsmaterial, das direkt in das Loch im Zahn, die Kavität, eingebracht wird. Es besteht aus einem mit Keramikpartikeln verstärkten Kunststoff, ist sehr stabil und hält Kaubelastungen gut und lange stand. Eingesetzt wird Komposit vor allem bei vorderen Zähnen. Viele Patienten möchten jedoch auch im Seitenzahnbereich eine zahnfarbene Lösung als ästhetische Alternative zu Amalgam. Möglich ist das, wenn noch ausreichend Zahnsubstanz vorhanden ist, um das Komposit zu befestigen und die Karies nicht zu weit unter das Zahnfleisch reicht. Das Komposit wird mittels einer speziellen Klebetechnik in klein portionierten Schichten in den Zahn eingebracht (dentin-adhäsive Mehrschichttechnik). So wird sichergestellt, dass die Füllung bei ihrer Aushärtung durch Licht nur minimal schrumpft. Komposit Füllungen sind keine ausschließlichen Kassenleistungen. Natürlich sind eine optimale Mundhygiene und eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung wichtige Voraussetzungen für die Lebensdauer des zahnfarbenen Füllungsmaterials.

Haben Sie Fragen zu Zahnersatz? Wir beraten Sie gern.